BABES, 2016
ohne Titel (Vorhang #1), 2016
ycsumu, 2016

Die Fotoserien „BABES“ (2016) und „ycsumu“ (2016) von Samantha Bohatsch zeigen das inszenierte und romantische Idealbild einer Girl Gang, einer solidarischen Gemeinschaft, die immer zueinander steht, fernab vom male gaze. Sie verweist auf den japanischen Manga „Sailor Moon“, in dem die Schülerin Usagi Tsukino gemeinsam mit ihren Freundinnen selbstbestimmt und ohne einen männlichen Anführer oder Auftraggeber für Liebe und Gerechtigkeit kämpft. Die Künstlerin betont die Inszenierung dieser Gemeinschaft, indem sie sich der Werbeästhetik von Instagram und der amerikanischen Popkultur bedient. In „ycsumu“ (2016) zitiert Samantha Bohatsch die Pose von „Die Schaukel“ von Fragonard, ein Gemälde aus dem Rokkoko, einer Zeit, in der innige weibliche Figuren häufig als Motiv verwendet wurden. „BABES“ (2016) und „ycsumu“ (2016) werden im Ausstellungsraum von dem Objekt „ohne Titel (Vorhang #1)“ (2016) aus Baustellengaze gesäumt, auf dem Herzen aus Tüll appliziert sind, das die Gemeinschaft vor dem Außen schützt und den Blick der Betrachter*innen steuert.

Exhibition: Samantha Bohatsch - BABES @ LOTTE, LOTTE - land of the temporary eternity, Stuttgart (D), 2016